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Saint Aubin sur Loire

Das SchlossGeschichtliches [Geschichte der Domäne] [Geschichtlicher Überblick der Eigentümer]
Das Schloss
Vorstellung des Schlosses [Beschreibung] [Architekt]

Medaillen mit einer Darstellung von Monsieur des Gallois de la Tour und zwei Kanzlern von Aligre
Medaillen mit einer
Darstellung von Monsieur des Gallois
de la Tour und zwei Kanzlern von Aligre

Geschichtlicher Überblick der Eigentümer

Charles Jean Baptiste des Gallois de la Tour war Intendant der Provence und Erster Präsident des Parlaments von Aix seit 1748, Ämter die er von seinem Vater übernommen hatte.

Er heiratete Marie-Madeleine d’Aligre, Tochter von Etienne-Claude d’Aligre, Zweiter Präsident des Parlaments von Paris, aus einer der ältesten hochadeligen Familien und vermögensreichsten ganz Frankreichs stammend.

Die Familie Aligre aus der Gegend von Chartres stammend und mit allen großen Parlamentsfamilien verbündet, darunter die Lamoignons, die Lepelletiers, die Machaults, Talon, Lambert, hatte Frankreich herausragende Staatshilfen gegeben, davon zwei Kanzler Frankreichs, Etienne II im Jahr 1624 unter Louis XIII und Etienne III ernannt durch Louis XIV im Jahr 1674.

Gleichwohl Monsieur des Gallois de la Tour seine Karriere in Aix en Provence vorantrieb, blieb er doch seinem Ursprungsland Bourbonnais und vor allem Arfeuilles (Allier-03) treu, seinem Familiensitz, wo diese „eine bedeutende Stellung besaß“ und wo er sich gerne aufhielt, wenn seine Dienste beim König es ihm erlaubten.


Um 1598 begann der soziale Aufstieg der Familie mit dem Erwerb des Lehnsgut la Tour de Chalabran (Saint Pierre Laval-03), das ab diesem Zeitpunkt, und 50 Jahre später mit der Vicomté de Glennet (zwischen Droiturier und Andelaroche-03), den Namen trug; Orte, denen die Namen anderer mächtiger Familien aus dieser Gegend hinzugefügt werden müssen: Chabannes, Levis-Chateaumorand und Chatelus.

Von da ab ausgehend und über Barrais-Bussoles, Lenax, Le Bouchaud, Le Donjon, Liernolles (Allier-03), kam die Familie der Gallois de la Tour im Jahre 1679 nach Dompierre sur Besbre, einem benachbarten Herrenhaus der Abtei de Sept Fons, die von Bernard de la Guiche an Jean des Gallois de la Tour, Großonkel von Charles Jean Baptiste, abgetreten wurde.

Ein sozialer Aufstieg, der sich natürlich nicht ohne Eheschließungen vollzog, wobei hier die Namen de Roy, Le Gendre, du Buisson, Obeilh, Chavagnac, Aligre au nennen sind, allesamt Familien mit einem Parlamentssitz.

Wappenzeichen von Charles Jean-Baptiste des Gallois de la Tour und seiner Ehefrau Marie-Madeleine d'Aligre
Wappenzeichen von Charles Jean-Baptiste
des Gallois de la Tour und seiner Ehefrau
Marie-Madeleine d'Aligre

Als im Jahr 1679 Jean des Gallois in Dompierre ankam, ist der Gutsherr von Saint Aubin kein anderer als Charles Le Gendre, Urgroßvater des Herrn Intendanten der Provence. Allerdings hatet letzterer das Gut nicht durch Erbschaft in seinen Besitz gebracht, denn Charles Le Gendre hatte es seinem Sohn François übertragen wohingegen seine Tochter Anne Pierre des Gallois heiratete, Bruder von Jean (Dompierre) und Großvater des Herrn Intendanten. Nach der Reform durch den Kanzler Maupeou im Jahr 1771, worauf sämtliche Parlamentarier ins Exil geschickt wurden, zog sich Monsieur des Gallois nach Saint Aubin zurück, wo er zwischen 1771 und 1777 auf einer das Loire-Tal überragenden Ebene das derzeitige Schloss nach den Plänen des Burgunder Architekten Edme Verniquet erbauen ließ. Bereits zu Beginn des Projekts hatte Monsieur des Gallois nicht mehr die Absicht, das alte, seit langem verlassene Schloss zu rehabilitieren.

Als die Revolution ausbrach, zog sich Monsieur des Gallois de la Tour in Saint Aubin zurück, wo man ihn auch unbehelligt liess. Als er im Jahr 1793 nach Paris reiste, um seine Enkeltochter aus der Emigrantenliste streichen zu lassen, wurde er gefangen genommen und in das Gefängnis, dem Palais du Luxembourg gesperrt; sein Leben verdankte er dem Sturz von Robespierre am 9. Thermidor (Zeitrechnung nach dem französischen Revolutionskalender).

Nach seiner Rückkehr nach Saint Aubin Charles starb Jean Baptiste des Gallois de la Tour dort im Jahr 1802.

Seine Enkeltochter, Mademoiselle de Pontcarré erbte die Hälfte von Saint Aubin und heiratete den Neffen Ihrer Großmutter le Marquis d’Aligre, der die andere Hälfte dem Bruder seiner Frau, Monsieur de Pontcarré und Marquis de Viarmes, abkauft.

Der Bund dieser Ehe blieb kinderlos und so hinterließen sie Saint Aubin und einen Teil ihres großen Vermögens der Stadt Bourbon-Lancy, mit dem Auftrag, ein Spital zu bauen, das auch heute noch unter dem Namen Hôpital d’Aligre besteht.

Das Schloss und seine 3000 Hektar Land wurden von der Stadt Bourbon-Lancy verkauft. Mehrere Familien waren in seinem Besitz bis es 1999 von seinem derzeitigen Eigentümer zurückgekauft wurde.

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