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Chateau de Saint Aubin
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Saint Aubin sur Loire

Das SchlossGeschichtliches [Geschichte der Domäne] [Geschichtlicher Überblick der Eigentümer]
Vorstellung des Schlosses [Beschreibung] [Architekt]

Beschreibung

Bei dem Schloss Saint Aubin handelt es sich um ein klassisches Architekturgebäude aus dem Ende des XVIII. Jahrhunderts. Es besteht aus einem aus gelben Stein gebauten Wohnbereich, der das Hauptgebäude einschließt und von dem aus zwei seitliche, halbstöckige Flügel abgehen und mit einem Schieferdach bedeckt, sowie zwei gewaltigen, rechtwinkelig angesetzten Ziegelsteingebäuden, mit einem Ziegeldach bedeckt und einem gewaltigen Einfahrtsbogen.

Im Osten erstreckt sich ein mehr als ein Kilometer langer Reitweg, der ursprünglich als Ausgangspunkt der Jagdveranstaltungen diente und der vor dem Schloss herführt, während im Westen der in Terrassen ausgelegte Park mit herrlichen Wasserspiele, ausgestattet war.

Im Norden und Süden befanden sich Anlagen für den Obst- und Gemüseanbau, da sich über dem Nordgebäude der Gemüsegarten befand, wohingegen die Obstbäume im Süden standen.

Der neoklassische Architekturstil, der dank der Wiederentdeckung Pompejis und des Herculanums in Frankreich ab Mitte des XVII. Jahrhunderts über fünfzig Jahre en vogue war, rief eine abwechslungsreiche Palette an stilistischen Ausprägungen hervor, die sich allesamt auf das antike Model bezogen. Dies galt als Symbol von Reinheit, Einfachheit und Moral; Werte, die die Menschen zu dieser Zeit als Gegenreaktion auf den frivolen Charakter des von Louis VX geliebten Rokokostils anstrebten.

Der Garten

Das Schloss Saint Aubin

Dieser Bezug zur Antike zeigt sich insbesondere in der Übernahme von Elementen griechischer Tempeln wieder, sowie auch in Saint Aubin, das als ausgezeichnetes Beispiel dieses Stils gilt: Die um den zentralen Vorbau herum harmonisch angeordneten Fassaden, bestehend aus vier leicht hervortretenden Pilastern, mit ihren kolossalen Kapitellen und einem abschließenden dreieckigem Fronton bedeckt, der ursprünglich zweifelsfrei das Wappenzeichen der Eigentümer enthielt, was unbestritten an die hellenischen Kultstätten erinnert.

Die Inneneinrichtung hingegen zeugt von einer großen Schlichtheit und verbindet Eleganz mit Komfort, was zugleich ein einfaches als auch kultiviertes Leben in der Provinz wiederspiegelt und den Wunsch des Monsieur des Gallois de la Tour ausdrückt, einen Wohnsitz zu erschaffen, der dem Zeitgeist entsprach, dies durch seinen Baustil (Neoklassizismus), seinem Geschmack (schlicht) sowie seine Innovationen in Bezug auf den Wohnkomfort am Ende des XVIII. Jahrhunderts.

Bis zu diesem Zeitpunkt lag bei der Organisation eines Wohnsitzes das ausschließliche Bestreben in dem Wunsch, dem Wohlgefallen des Adels zu entsprechen, ohne einen Anspruch auf Bequemlichkeit; jedoch findet allmählich ein Nachdenken über ein gewöhnliches Wohnhaus statt.

Dann wurden die verschiedenen Räume nach und nach erkennbar, die so den Wohnbereich ausmachten, der richtungsweisend den Hauptdurchgang bestimmte.

Sowie auch die wichtigsten Räume, wie der Salon mit Blick auf einen Garten. Dies ist auch der Fall in Saint Aubin, wohingegen der hauptsächliche Durchgang der Räume bis zum XIX. Jahrhundert entlang der Ehrenfassade verläuft.

Der Speisesaal, der zu dieser Zeit selten als solcher erkennbar war, befand sich meist in einem Vorzimmer; die Zimmer der Bediensteten, in Anbetracht der Unannehmlichkeiten die sich ergeben konnten, befanden sich hingegen immer in den weitabgelegensten Bereichen des Hauptgebäudes, in dem der Lebensbereich des Eigentümer eingerichtet war.

Das Vestibül

In Saint Aubin wurde die Lage des Speisesaals, der in der Mitte des Hauptgebäudes eingerichtet ist, bewusst gewählt. Er bietet eine panoramische Sicht auf die Jagdallee im Osten und einen spektakulären Überblick auf die Loire und die Landebene von Allier im Westen.

Was den Komfort betrifft, sieht man am Ende des XVIII. Jahrhunderts ebenfalls das Entstehen von eigens für Frauen eingerichtete Räumlichkeiten, wie z. Bsp. Damenzimmer, welche wieder einmal die Differenzierung der Lebensbereiche für Frauen und Männer bestimmten.


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